Sara Trentin, Assistentin des Corporate Secretariats / Junior Communication & Event Specialist bei GF, hatte kürzlich die Gelegenheit, das Projekt in Tansania zu besuchen und aus erster Hand die Auswirkungen der Unterstützung der Stiftung zu erleben. Ihre Erfahrung hebt nicht nur die dringende Notwendigkeit für sicheres Wasser hervor, sondern auch die Bedeutung des kulturellen Verständnisses und des lokalen Engagements für nachhaltige Entwicklung. Unten teilt Sara ihre Eindrücke und Erkenntnisse von der Reise.
"Als Vertreterin der GF Stiftung für Wasser hatte ich die besondere Gelegenheit, mit Global Aid Network (GAiN Schweiz) nach Tansania zu reisen, um das Projekt "Water for Life" zu besuchen – eine Herzensangelegenheit, die von unserer Stiftung unterstützt wird.
Ich arbeite seit Oktober 2023 für die GF Stiftung für Wasser, und diese Arbeit bedeutet mir sehr viel. Durch unser Engagement ermöglichen wir es dem Maasai-Volk, das im Norden Tansanias lebt, Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben – etwas, das für uns selbstverständlich ist, für sie jedoch oft einen täglichen Kampf bedeutet. Durch den Bau von Brunnen wird Grundwasser an die Oberfläche gebracht, was es sicher und leicht zugänglich für die lokalen Gemeinden macht.
Bisher mussten Maasai-Frauen und -Mädchen täglich Kilometer laufen, um Wasser aus natürlichen Quellen oder Reservoirs zu holen – Wasser, das oft mit Bakterien und Keimen kontaminiert ist. Dies führt zu schweren Krankheiten und einer alarmierend hohen Kindersterblichkeitsrate, die die Lebenserwartung der Menschen erheblich reduziert. Gleichzeitig haben Mädchen kaum die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten oder andere wichtige Aufgaben zu übernehmen, da sie so viel Zeit damit verbringen, Wasser für ihre Familien zu sichern.
Während meines Besuchs erlebte ich nicht nur aus erster Hand die dringende Notwendigkeit der Unterstützung, sondern gewann auch ein tieferes Verständnis dafür, wie wichtig es ist, nachhaltige Lösungen zu schaffen und wirklich auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften zu hören. GAiN stellte mir ein paar Fragen zu meinen Erfahrungen – meine Antworten finden Sie unten. Ich freue mich, meine Einsichten zu teilen und zu betonen, warum dieses Projekt so wirkungsvoll ist."
Wie ist die Stiftung in das "Water for Life"-Projekt von GAiN eingebunden?
Sara: "Die GF Stiftung für Wasser unterstützt das Projekt finanziell, was es rund 5.000 Menschen ermöglicht, Zugang zu einer zuverlässigen Versorgung mit sicherem Trinkwasser zu erhalten."
Sie haben das Projekt diesen Sommer in Tansania besucht – welche Erkenntnisse haben Sie für die zukünftige Zusammenarbeit gewonnen?
Sara: "Ich habe erkannt, wie wichtig es ist, die Kultur und Bedürfnisse der Menschen tief zu verstehen, denn nur so können nachhaltige Maßnahmen entwickelt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Mitarbeitern ist unerlässlich. Sie dienen als Bindeglied zwischen den Zielen des Projekts und der Gemeinschaft, und dies fördert die langfristige Akzeptanz der Maßnahmen."
Sara, was hat Sie persönlich in Tansania am meisten beeindruckt?
Sara: "Die Lebensfreude der Menschen trotz schwieriger Bedingungen hat mich zutiefst bewegt. Besonders fasziniert hat mich das Kennenlernen der Maasai-Kultur mit ihren Traditionen und der engen Verbindung zur Natur. Die alte Wasserquelle in Lorbene, die voll mit Schlamm und Krankheitserregern war, hat mich besonders betroffen gemacht. Die Menschen mussten lange Märsche und Stunden des Wartens ertragen, um die Quelle zu erreichen. Der neue Brunnen bedeutet nun endlich sicheres Wasser, mehr Zeit für Bildung und damit eine bessere Zukunft – insbesondere für Frauen und Mädchen. Diese Reise zeigte mir, wie wichtig unsere Unterstützung ist. Es geht nicht nur darum, zuverlässige Infrastrukturen zu schaffen, sondern darum, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern und ihnen Zukunftsperspektiven zu geben. Der Besuch verdeutlichte auch, wie viel wir von diesen Kulturen lernen können – sei es der Respekt vor der Natur, der Gemeinschaftsgeist oder die Stärke, auch in den schwierigsten Umständen die Hoffnung zu bewahren."